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Geeignete Werkstoffe für die Hausinstallation

 

Auf seinem Weg bis zur Entnahmestelle im Gebäude kommt Trinkwasser mit verschiedenen Werkstoffen, wie Rohre und Armaturen, in Berührung.

In § 17 Abs. 1 der Trinkwasserverordnung vom März 2001 heisst es sinngemäß: Für die Neuerrichtung oder Instandhaltung von Trinkwasserverteilungsanlagen dürfen keine Werkstoffe und Materialien verwendet werden, die im Kontakt mit Wasser Stoffe in solchen Konzentrationen abgeben, die höher sind, als es nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik unvermeidbar ist. Es dürfen keine Stoffe eingesetzt werden, die den Schutz der menschlichen Gesundheit mittelbar oder unmittelbar mindern oder den Geruch oder den Geschmack des Wassers verändern.
Diese Anforderungen gelten als erfüllt, wenn mindestens die allgemein anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden.

Die Einsetzbarkeit der verschiedenen Werkstoffe in der Hausinstallation ist abhängig von der Trinkwasserbeschaffenheit. In DIN 50 930 Teil 6 sind die wasserseitigen Einsatzbereiche metallischer Rohrleitungswerkstoffe festgelegt.

Einsatzbereiche für schmelztauchverzinkte Eisenwerkstoffe:

Basekapazität des Trinkwassers KB 8,2 < 0,5 mmol/l
Säurekapazität des Trinkwassers KS 4,3 > 1,0 mmol/l

Einsatzbereich für Kupfer:

pH-Wert > 7,4 oder
pH-Wert zwischen 7,0 und 7,4 und TOC - Gehalt < 1,5 mg/l

Der TOC – Gehalt ist die Gesamtmenge an organischem Sauerstoff.

Analysewerte des im Versorgungsgebiet der Gruppenwasserwerke Bornheim verteilten Trinkwassers:

KB 8,2 = 0,74 mmol/l
KS 4,3 = 5,15 mmol/l
pH-Wert = 7,23
TOC = < 1 mg/l

Einsetzbarkeit der verschiedenen Werkstoffe im Versorgungsgebiet der Gruppenwasserwerke Bornheim:

Uneingeschränkt einsetzbar für die Trinkwasserinstallation sind Kupfer, innenverzinntes Kupfer und nicht rostender Stahl.
Beim Einsatz von schmelztauchverzinkten Eisenwerkstoffen kann die Einhaltung der in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerte nicht garantiert werden. Diese Werkstoffe sollten daher in der Trinkwasserinstallation nicht verwendet werden.

Rohre und Rohrsysteme aus Kunststoff sind für die Trinkwasserinstallation uneingeschränkt geeignet.

Alle Werkstoffe müssen den einschlägigen DIN-Normen und DVGW Arbeitsblättern entsprechen und die Installation muss von einer Fachfirma durchgeführt werden.

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